Navigation

Forschungsdatenmanagement

Unter Forschungsdaten versteht man alle Daten, die während eines Forschungsvorhabens über ein Forschungsobjekt entstehen. Welche Form die digitalen Forschungsdaten annehmen, hängt stark vom Fachgebiet ab.
Beispiele hierfür sind:
  • (digitale) Messdaten in Naturwissenschaft und Technik
  • Umfragedaten in den Sozialwissenschaften
  • (digitale) Aufnahmen von Kunstwerken oder Artefakten in der Kunstgeschichte oder den Altertumswissenschaften
  • Digitalisate von Handschriften und Textkorpora in den Philologien
  • Aufzeichnungen von Tönen oder Sprachmustern
  • Georeferenzdaten

Sie können vorhandene Daten für Ihre wissenschaftliche Fragestellung nachnutzen (eine Auswahl an Datenrepositorien finden Sie auf https://www.re3data.org/) oder auch neue Daten generieren. Entsprechend können die Forschungsdaten entweder Grundlage oder Ergebnis Ihrer Forschungsarbeit darstellen.

Als Forschungsdatenmanagement werden alle mit digitalen Forschungsdaten durchgeführten Aktivitäten bezeichnet (von der eigentlichen Nutzung abgesehen), insbesondere bezüglich der Sicherung und langfristigen Verfügbarkeit. Die einzelnen Schritte von der Erzeugung über die Analyse der Forschungsdaten, Aufbereitung, Archivierung, Veröffentlichung, Wiederverwendung und eventuell bis hin zur terminierten Löschung bilden den sogenannten Lebenszyklus der Forschungsdaten. Dieser Begriff verdeutlicht, dass die Forschungsdaten und deren Pflege während aller Phasen eines Forschungsprojektes und darüber hinaus eine Rolle spielen.
Planung der Datenerhebung, Erzeugung der Daten, Beschreibung im Entstehungskontext, Aufbereitung, Nutzung, Archivierung, Bereitstellung in geeigneter Form, Nachnutzung, planmäßige Löschung

Forschungsdaten-Lebenszyklus

Einige Förderorganisationen fordern bereits Forschungsdaten für bestimmte Zeiten aufzubewahren, zu veröffentlichen und nachnutzbar zu machen. Deshalb hat sich bei der Planung von Forschungsvorhaben die Erstellung von Datenmanagementplänen etabliert. In einem Datenmanagementplan dokumentieren Sie schriftlich und nachvollziehbar, wie mit den Daten umgegangen wird, um diese Anforderungen zu erfüllen und die Qualität der Forschungsdaten sicherzustellen. Dabei werden etablierte Standards und die „Regeln zur Sicherung der guten wissenschaftlichen Praxis“ (http://www.dfg.de/download/pdf/dfg_im_profil/reden_stellungnahmen/download/empfehlung_wiss_praxis_1310.pdf) beachtet.

Weitere Hinweise zum Webauftritt