Navigation

Open Access

Das Referat Open Access der Universitätsbibliothek Erlangen-Nürnberg (UB) unterstützt Sie gerne bei der Erstellung, Veröffentlichung und Langzeitsicherung von “Open Access” frei verfügbarer Materialien. Die Universitätsbibliothek bietet Ihnen Schulungen für Gruppen an oder Sie buchen einen individuellen UB Coach-Termin. Alternativ kontaktieren Sie uns einfach persönlich oder telefonisch für Ihre Beratung:

Wir beraten, coachen und schulen Sie gerne über:

  • die Vorteile der Open Access-Publikation
  • geeignete förderfähige Open Access-Zeitschriften mit Impact Factor
  • seriöse Open Access-Verlage bzw. Publikationsmedien
  • Fragen zu den Fördervoraussetzungen der Open Access-Publikationsfonds
  • Fragen zu Zahlungsformularen von Verlagen, zum Beispiel unsere VAT Number
  • Open Access-Mandate bei Drittmittelprojekten
  • rechtliche Fragen und Beratungen zu Creative-Commons-Lizenzen
  • alternative Formen der Open Access-Veröffentlichung, beispielsweise die Zweitveröffentlichung. Die meisten Abonnement-Zeitschriften gestatten die nachträgliche Open Access-Veröffentlichung von Artikeln auf einem Repositorium wie OPUS FAU nach Ablauf von 12-24 Monaten. Einen Überblick über solche “Self-archiving”-Policies liefert die Plattform SHERPA/RoMEO. Daneben kann für deutsche Verlage auch § 38 Absatz 4 Urheberrechtsgesetz gelten.

Unser Team:

Für Beratungen im Bereich Open Data und Open Source siehe Daten und Software in der Forschung, Kontakt:

  • Jürgen Rohrwild: Open Data
    +49 9131 85-28591, E-Mail: ub-fdm@fau.de
  • Martin Scholz: Software-Werkzeuge für die digitalen Geisteswissenschaften
    +49 9131 85-23935, E-Mail: scholz@fau.de
  • UB-extern: Dr. Marcus Walther, Competence Unit Research Data and Information
    +49 9131 85-29972 bzw. -26387, E-Mail: forschungsdaten@fau.de

Für Beratungen im Bereich Open Educational Resources siehe StudOn – OER-Inhalte, Kontakt:

  • UB-extern: Fred Neumann, Institut für Lern-Innovation
    +49 9131 85-61122, E-Mail: neumann@ili.fau.de

Genereller Beauftragter zur Etablierung und Umsetzung von Openness:

Markus Putnings
+49 9131 85-27835, E-Mail: markus.putnings@fau.de

Verlage, über die Sie Open Access Bücher finden und veröffentlichen können, finden Sie im Directory of Open Access Books und in der OAPEN Library. Falls Sie selbst ein Open Access Buch schreiben wollen, liefert das OAPEN OA Books Toolkit hilfreiche Tipps. Bei mehreren Buchprojekten oder dem Wunsch, eine professionelle Buchreihe aufzusetzen, bietet sich die Open Source Software Open Monograph Press an. Auch auf Ebene spezieller Fachdisziplinen finden sich vielfach Unterstützungsangebote und engagierte Verlage. Auf der Plattform ENABLE! engagieren sich bspw. geistes- und sozialwissenschaftliche Verlage für Open Access. Auch unser Universitätsverlag FAU University Press ist natürlich ein OA-Enabler.

Die Open Access Publikationsgebühren bei kommerziellen Verlagen, oftmals “Book Processing Charge” oder “Chapter Processing Charge” bei Beiträgen in Sammelwerken genannt, sind oftmals sehr hoch. Denken Sie deshalb bei geplanten Drittmittelprojekten daran, genügend Gelder für Open Access Bücher mit zu beantragen, sollten Sie eine Buchveröffentlichung der Projektergebnisse wünschen. Sollten Sie keine Drittmittel haben, können Sie ggf. Unterstützung bei den Stiftungen und Förderern der FAU ersuchen, siehe auch “Zuschüsse zu Kosten” weiter unten. Alternativ arbeitet unser Universitätsverlag FAU University Press nicht-kommerziell und ist deshalb kostengünstig.

Ab 2022 ist es FAU Mitgliedern möglich, Zuschüsse für Open Access Bücher, die im Rahmen von DFG-Projekten entstanden sind und für die keine anderweitigen Publikationsmittel verfügbar sind, über die UB zu beantragen. Informationen zur Höhe der Bezuschussung und zu den Förderkriterien finden Sie auf unseren Infoseiten.

Geeignete Open Access Zeitschriften für Ihre geplanten Artikel finden Sie unter ROAD – Directory of Open Access Scholarly Resources und im Directory of Open Access Journals (DOAJ). Das DOAJ dient auch als Standard qualitätsgeprüfter Open Access Zeitschriften und wird zur Prüfung auf die Fördervoraussetzungen bei den Open Access Fördermöglichkeiten der UB herangezogen.

Neben einer regulären Qualitätsprüfung sollten Sie auf die Vergabe offener Lizenzen wie zum Beispiel Creative-Commons-Lizenzen (vorzugsweise CC BY) achten. Eine CC-Lizenz (CC-BY als Standard) ist für eine Förderung von Open-Access-Gebühren durch die UB unbedingt erforderlich. Der Verlag sollte keine ausschließlichen Nutzungsrechte einfordern. Wenn das doch der Fall sein sollte, können Sie über den Scholar’s Copyright Addendum Engine ein Addendum zum Veröffentlichungsvertrag generieren, das Ihnen dabei hilft, Ihre Rechte zu behalten – eine Förderung durch die UB ist allerdings nur möglich, wenn die Zeitschrift standardgemäß nur einfache Nutzungsrechte verlangt.

Wenn Sie eine eigene Open Access Zeitschrift gründen und Artikel herausgeben wollen, bietet sich die Open Source Software Open Journal Systems an. Das Netzwerk OJS-de.net bietet vielfältige Anleitungen und Hilfestellungen. Falls Sie OJS nicht selbst installieren wollen, gibt es auch Hosting-Angebote vom OJS-Anbieter und alternativen Anbietern. Sofern Sie keine professionelle Software benötigen und die Open Access Zeitschrift etwa über Ihre Institutsseite anbieten wollen, ist auch die Übernahme der Speicherung bzw. Veröffentlichung und Langzeitarchivierung über unser Repositorium möglich, siehe Übersicht der Schriftenreihen für existierende Beispiele an der FAU. Die hierüber veröffentlichten Artikel sind in wissenschaftlichen Suchmaschinen wie z.B. BASE auffindbar, mehr dazu im nächsten Abschnitt. Ein ähnlicher Workaround ist auch mit anderen disziplinspezifischen bzw. -übergreifenden Repositorien möglich – bei Zenodo können Sie bspw. eine eigene Community für die Zeitschrift gründen und hierin die Artikel bzw. Hefte veröffentlichen und eine DOI dafür erhalten: https://zenodo.org/communities/.

Open Access Bücher und Artikel sind im Directory of Open Access Books und im Directory of Open Access Journals (DOAJ) zu finden. Deutlich umfassendere Recherchen zu Open Access Medien sind mit der Bielefeld Academic Search Engine BASE möglich, hier kann als Filter auch die gewünschte Form der Nachnutzung eingestellt werden (z.B. nur bestimmte Creative Commons Lizenzen). Auch über bekannte Suchmaschinen wie Google, Google Scholar, Microsoft Academic o.ä. können Open Access Inhalte gefunden werden.

Für strategische Recherchen bieten sich Fachdatenbanken an. In Web of Science, Scopus, Dimensions, IEEE Xplore etc. gibt es Open Access Filtermöglichkeiten. Bitte beachten Sie, dass Fachdatenbanken üblicherweise eine qualitätsbasierte Auswahl an Zeitschriften treffen und der Aufnahme- und Indexierungsprozess der Artikel sehr lange dauern kann, d.h. eventuell sind relativ junge Open Access Zeitschriften noch nicht indexiert und Artikel nicht erhalten.

Auch im Katalog der Universitätsbibliothek sind Open Access Medien indexiert (sowohl Bücher, als auch Artikel, letztere unter “Primo: Aufsätze und mehr”). Die Open Access Bücher werden dabei auch von uns selbst katalogisiert. Dies umfasst einzelne lokale Bucherscheinungen wie z.B. von FAU University Press, aber auch umfassende Open Access Buchpakete im Rahmen sogenannter „Patenschaftsmodelle“ zur verbundweiten kooperativen Open Access Katalogisierung. Die Universitätsbibliothek ist hier “Pate” für die Katalogisierung des Directory of Open Access Books und, im Kontext von Open Access Verlagsangeboten, für das Open Access Programm von De Gruyter.

Forschung über Open Access ist spannend. Für Forschungszwecke können Sie bspw. Fachdatenbanken und deren Indizes heranziehen, siehe Abschnitt „Open Access Indexing und Recherche“. Daneben gibt es auch spezialisierte Tools. OurResearch bietet mit Impactstory Möglichkeiten zur Evaluierung der eigenen Forschung, mit Unpaywall aber bspw. auch eine offene Datenbank von Open Access-Inhalten für bibliografische Analysen oder mit Paperbuzz eine Datenbank für Altmetrics-Analysen. In Deutschland wird zudem der Open Access Monitor des Forschungszentrums Jülich gerne genutzt, zum Beispiel für DFG-Anträge im Bereich Open Access. Kostendaten sind über OpenAPC zugänglich.

Oftmals werden im Kontext von Open Access bibliometrische Kennzahlen evaluiert. Der bekannteste ist  der Impact Factor des Journal Citation Reports. Vergleichbare, anerkannte Kennzahlen sind über den Scimago Journal & Country Rank verfügbar, welcher auch außerhalb des Universitätsnetzwerks zugänglich ist.

Für spezifische Fragen zu Rankings und Ratings steht Ihnen an der FAU auch das Referat S-DATEN – Daten und Führungsinformationen als Ansprechpartner zur Verfügung.

Open Data sind im Wissenschaftskontext frei zugängliche und nachnutzbare Forschungsdaten. Unter Daten und Software in der Forschung finden Sie umfangreiche Informationen zu diesem Thema.

Darüber hinaus ist die Universitätsbibliothek auf diesem Gebiet auch in drittmittelgeförderten Projekten involviert, etwa zum Forschungsdatenmanagement für die digitalen Geisteswissenschaften (eHumanitites – interdisziplinär) oder zur “Open Source”-Entwicklung einer Software zum medienneutralen Publizieren (Open Source Academic Publishing Suite).

Open Educational Resources sind frei zugängliche Lehr- und Bildungsmaterialien. Am besten fangen Sie bereits bei der Erstellung an, auf Offenheit zu achten und nutzen offene Dateiformate statt proprietäre, etwa die Abspeicherung von Übungsblättern als OpenDocument-Text (*.odt) anstatt als Word-Dokument (*.docx).

Das wichtigste ist jedoch die Nutzung einer offenen Lizenz wie zum Beispiel einer Creative-Commons-Lizenz (vorzugsweise CC BY). Achten Sie hier insbesondere bei der Verwendung fremder Inhalte (z.B. Bilder) darauf, dass Sie die nötigen Rechte zur Lizenzierung besitzen. Vielfältige Informationen zum Finden und Erstellen von Open Educational Resources gibt es bei https://open-educational-resources.de/.

Je nach Art der Open Educational Resource können Sie diese z.B. auf StudOn, auf unserem institutionellen Repositorium, Dokumentart “Lehrmaterial”, oder auf einem OER Repositorium wie z.B. OER Commons veröffentlichen. 

Populär für Nutzende sind in letzter Zeit auch die sogenannten Massive Open Online Courses (MOOCs). Anbieter sind etwa MOOC.org oder im DACH-Raum iMooX von der Technischen Universität Graz, openHPI vom Hasso-Plattner-Institut, MOOIN von on campus, OpenCourseWorld von der IMC AG bzw. iversity, inzwischen Teil der SpringerNature Gruppe.

Sofern Sie an einen Verlag oder an eine Abonnementzeitschrift ausschließliche Nutzungsrechte übertragen haben, müssen Sie ggf. die Vertragsbedingungen der Verlage bei gewünschten Nachnutzungen, wie z.B. der Open Access Zweitveröffentlichung, berücksichtigen. Eine Übersicht über die Verlagskonditionen bietet die Sherpa Romeo Liste. Bitte beachten Sie, dass diese Datenbank teils erst mit Zeitverzögerung gepflegt wird, d.h. rechtsverbindlich ist stets die “Policy” des Verlags oder der Zeitschrift selbst. Oft findet man diese unter dem Namen “Self-Archiving Policy” oder “Open Access Archiving Policy”.

Falls Sie sehr viele Publikationen archivieren wollen, können Sie Dissemin ausprobieren. Mittels Namenseingabe finden Sie hier Ihre persönlichen Publikationen und können sie in Zenodo archivieren. Dissemin nutzt ebenfalls Sherpa Romeo für rechtliche Hinweise.

Das Problem rechtlicher Komplikationen können Sie vermeiden, indem Sie möglichst keine ausschließlichen Nutzungsrechte an Verlage übertragen. Mit der Scholar’s Copyright Addendum Engine können Sie einen geeigneten Vertragszusatz im Internet erstellen.

Umfangreiche Informationen zum Themenkomplex Recht und Open Access sind bei iRights zu finden, darunter auch ein ausführliches Dossier zu Creative Commons Lizenzen.

In der Regel empfiehlt sich meist die liberalste CC BY Lizenz. Die Lizenz NC – nicht-kommerziell hat zum Teil „Nebenwirkungen“, siehe Leitfaden von i.rights.

Bitte beachten Sie auch folgende Satzungen bzw. Policies und Materialien:

Wir empfehlen, notwendige Mittel für Open Access und Open Data in Ihre Projektplanung miteinzubeziehen und sich frühzeitig beraten zu lassen. Ein breites Beratungsangebot finden Sie über Förderung, Beratung und Antragsstellung oder (im Kontext der europäischen Forschungsförderung) auch bei der Kooperationsstelle EU der Wissenschaftsorganisationen (KoWi). Viele Drittmittelgeber sprechen Empfehlungen oder Mandate zu Open Access aus. Einen Überblick hierzu finden Sie auf unseren Informationsseiten Open-Access-Policies von Drittmittelgebern sowie Forschungsdaten-Policies oder auf Sherpa Juliet.

Abseits von eigenen (Dritt-)mitteln können Sie Zuschüsse aus den verschiedenen Open Access Publikationsfonds der FAU beantragen, sofern Ihre Publikation die Förderbedingungen erfüllt. Zusätzlich gibt es über unsere institutionellen Open Access Mitgliedschaften Vergünstigungen bei verschiedenen Verlagen. Durch Read and Publish-Vereinbarungen können Sie in Subskriptionszeitschriften vieler Verlage kostenfrei oder -reduziert Ihren Artikel als Open Access veröffentlichen.

Ab 2022 ist es FAU Mitgliedern möglich, Zuschüsse für Open Access Bücher, die im Rahmen von DFG-Projekten entstanden sind und für die keine anderweitigen Publikationsmittel verfügbar sind, über die UB zu beantragen. Informationen zur Höhe der Bezuschussung und zu den Förderbedingungen finden Sie auf unseren Infoseiten.

Zur Archivierung und Publikation von Forschungsdaten gibt es neben kostenpflichtigen Plattformen wie RADAR auch kostenlose wie z.B. Zenodo. Wir beraten Sie hierzu gerne.

Weitere Hinweise zum Webauftritt