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Policies der Forschungsförderorganisationen und Verlage

 

Je nach Förderorganisation und Projekt können die Anforderungen variieren. Auf SHERPA / JULIET  finden Sie einen Überblick zu den Anforderungen vieler internationaler Forschungsförderer.
Im Folgenden werden die Forschungsdaten-Policies der wichtigsten Forschungsförderorganisationen für die Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) skizziert.

Die DFG empfiehlt, die in DFG-Projekten erzeugten Daten so zeitnah wie möglich Dritten für mindestens 10 Jahren zur Verfügung zu stellen. Die für die Nachnutzung der Forschungsdaten anfallenden projektspezifischen Kosten können im Rahmen des Projekts beantragt werden, siehe Leitfaden für die Antragstellung.

In Projektanträgen muss im Anschnitt 2.4 “Umgang mit den im Projekt erzielten Forschungsdaten” des Leitfadens dazu Stellung genommen werde, ob und wie die im Projekt gewonnenen Daten anderen zur Verfügung gestellt werden. Hierbei sollte auch auf (fachlichen) Standards für Dokumentation, Metadaten, Datenformate und Datenorganisation eingegangen werden. Für die Zugänglichmachung der Daten sollen auch bestehende Datenrepositorien und Archive berücksichtigt werden. In einigen Fachbereichen gibt es zusätzliche Richtlinien der DFG. Diese sind mit allgemeinen Anregungen, Empfehlungen und Beispielen auf der DFG-Homepage aufgelistet.

Beachten Sie, dass einzelnen Förderlinien strengere Auflagen haben. So muss in Anträgen für einen Sonderforschungsbereich zum Datenmanagement im Hauptantrag unter Punkt 1.4.3 Stellung genommen werden. Hier muss unter anderem skizziert werden, welche Daten erhoben werden, wie die Qualitätssicherung organisiert ist, ob und wie die Daten zugänglich gemacht werden oder wie andere Institutionen sich ins Datenmanagement einbringen.

Projekte, die am “Open Research Data Pilot” teilnehmen, sind verpflichtet, einen Datenmanagementplan einzureichen und sollen zudem ihre Daten als Open Access verfügbar machen; siehe Guidelines on Data Management in Horizon 2020 und Guidelines on Open Access to Scientific Publications and Research Data in Horizon 2020. Es wird außerdem gefordert, dass neben den Daten auch Kontextinformationen zu Werkzeugen wie der verwendeten Software oder Analyseprotokolle aufbewahrt werden.

Wissenschaftler, die vom Wellcome Trust gefördert werden wollen, benötigen ebenfalls einen Datenmanagementplan und können Kosten, die für die Erstellung anfallen, im Projekt mit beantragen, siehe Policy on Data Management and Sharing

Bei Projekten mit einer Fördersumme ab 500.000 USD jährlich ist die Veröffentlichung der Forschungsdaten bindend vorgeschrieben. Die Veröffentlichung der Daten soll nach Publikationszusage der interpretativen Ergebnisse (Paper, Artikel) durch einen Verlag erfolgen. Weitere Informationen finden Sie in Data Sharing Policy.

Von den Forschern wird ebenfalls erwartet, die im Zuge des Projekts gesammelten oder erstellten Primärdaten für höchstens inkrementelle Kosten und innerhalb einer angemessenen Frist zu teilen, siehe Data Management for NSF Engineering Directorate Proposals and Awards.

Einige Verlage haben auch Grundsätze zur Datenverfügbarkeit aufgestellt, in denen die Bereitstellung der Daten eingefordert und für spezifische Daten die Ablage in bestimmten Repositorien verlangt wird. Bitte achten Sie darauf, mögliche Kosten im Projektantrag zu berücksichtigen.

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