RDMO

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Was ist RDMO?

RDMO steht für „Research Data Management Organizer”. Es handelt sich um eine Webanwendung zur Erstellung von Datenmanagementplänen. Sie bietet die Möglichkeit, verschiedene Fragenkataloge auszuwählen, die bei der Erstellung des Grundgerüsts eines Datenmanagementplans unterstützen. Die Fragen weisen dabei auf verschiedene Aspekte hin, die ein Datenmanagementplan berücksichtigen sollte, und stellen verschiedene Hilfestellungen und Zusatzinformationen bereit.

RDMO wurde in einem gemeinsamen DFG-Projekt des KIT, des AIP und der FH Potsdam entwickelt.

Wie fängt man bei RDMO überhaupt an?

Nach der erstmaligen Anmeldung sollten Sie zunächst ein neues Projekt anlegen oder einen Manager eines bestehenden Projekts, an dem Sie mitwirken möchten, darum bitten, Sie in das Projekt aufzunehmen.

Für die Aufnahme in ein Projekt müssen Sie dem Projektmanager die in RDMO hinterlegte E-Mail-Adresse bzw. den RDMO-Benutzernamen mitteilen.

Beim Anlegen eines neuen Projekts vergeben Sie einen Projektnamen und eine Projektbeschreibung und wählen einen Fragenkatalog aus. Der Fragenkatalog entscheidet darüber, welche Themenkomplexe in welchem Detailgrad abgefragt werden. Die Auswahl kann zwar im Prinzip nachträglich geändert werden, jedoch kann nur ein Teil der Arbeit, die bereits in die Beantwortung des alten Fragebogens investiert wurde, übernommen werden. Weiter unten finden Sie mehr Informationen zu Fragenkatalogen.

Ein kurzes Video des RDMO-Projekts zeigt, wie mit dem RDMO umgegangen wird:

Welche Fragenkataloge gibt es?

Momentan bietet die RDMO-Installation der FAU die folgenden Fragebögen:

  • RDMO-Standardkatalog, Name: RDMO
    Dies ist der Standardfragenkatalog, der vom RDMO-Entwicklerteam entworfen wurde. Er behandelt alle Themen, die beim Forschungsdatenmanagement eine Rolle spielen, und ist sehr ausführlich. Da er nicht für bestimmte Fächer oder Projekte konzipiert wurde, werden einige speziellere Aspekte nicht oder nur oberflächlich behandelt.
    Der Fragenkatalog eignet sich für die grundlegende Planung des Datenmanagements zu Beginn eines Projekts.
  • RDMO-Katalog mit Zusatzinformationen aus dem Bereich der Geisteswissenschaften, Name: RDMO – Mit Zusatzinformationen für die Geisteswissenschaften
    Die Fragen sind hierbei weitgehend identisch mit denen des RDMO-Standardkatalogs. Es wurden jedoch einige der Fragen explizit mit Beispielen und Informationen aus den Geistes- und Sozialwissenschaften ergänzt.
  • Fragen für Horizon 2020-Projekte, Name: Horizon 2020 Katalog
    Dieser Katalog bildet die von der EU / dem ERC empfohlenen Fragenstellungen für den bei H2020 Projekten vorgeschriebenen Datenmanagementplan nach. Dabei werden einige Zusatzinformationen und Hilfestellungen angeboten, die nicht Teil des offiziellen H2020-Fragenbogens sind. Da H2020-Datenmanagementpläne auf Englisch eingereicht werden müssen, sollte auch der englischsprachige Fragebogen verwendet werden. Die deutschsprachige Variante ist eine von der Universitätsbibliothek angefertigte Übersetzung, die der Vollständigkeit halber erstellt wurde.
  • Ein Plan für DFG-Projekte, Name: DFG-Anträge
    In diesem Plan sind die Anforderungen der DFG zusammengestellt, die direkt in den Antragsvorlagen sowie in den fachunabhängigen Leitlinien der DFG für als Teil des Antrags gefordert werden. Der Fragenkatalog kann als Leitfaden für normale DFG-Anträge (Abschnitt 2.4 im Antrag) und SFBs (dort 1.4.3 im Antrag) genutzt werden.
    Zu beachten ist: In bestimmten Fachdisziplinen (siehe fachspezifische Empfehlungen) wird eine ausführlichere Stellungnahme im Projektantrag gefordert. sind insbesondere die Editionswissenschaft, die (Korpus-)Linguistik, die Erziehungswissenschaften, die Wirtschaftswissenschaften, die Psychologie, die Kulturanthropologie, die Religionswissenschaften, sowie die Biodiversitätsforschung. Diese fachspezifischen Anforderungen werden momentan vom allgemeinen Fragenkatalog nicht abgedeckt.
    Dafür gibt es eine wachsende Zahl fachspezifischer Kataloge, die unter dem Namen „DFG-Anträge (FACHBEZEICHNUNG)” verfügbar sind und die wichtigsten fachspezifischen Anforderungen abdecken. Beachten Sie hierbei jedoch stets auch die oben verlinkten DFG-Vorgaben, die von der DFG laufend erweitert werden.

In einigen Fachdisziplinen, die strengere Anforderungen an das Datenmanagement stellen, gibt es eigene Werkzeuge zur Datenmanagementplanung. Für Projekte aus der Psychologie ist insbesondere das Unterstützungswerkzeug DataWiz des Leibniz-Zentrums für Psychologische Information und Dokumentation zu nennen. Ebenfalls erwähnenswert ist der Planer des GFBio-Projektes (Biodiversitätsforschung). DataWiz umfasst Problem- und Fragestellungen der Psychologie in weitaus größerem Detail als die von FAU bereitgestellten RDMO-Vorlagen.

Wie kann man gemeinsam an Fragenkatalogen arbeiten?

Damit alle Beteiligten gemeinsam an einem Projekt arbeiten können, benötigen sie einen RDMO-Account. Zunächst muss das Projekt in RDMO angelegt werden (siehe oben). Der Projektbesitzer kann anschließend andere Personen in das Projekt einfügen. Dazu sind die entsprechenden E-Mail-Adressen bzw. Benutzernamen erforderlich. Der Besitzer kann jedem Projektmitglied eine Rolle zuweisen. „Gäste” können nur die Inhalte des Datenmanagementplans lesen, „Autoren” können diese auch neu erstellen. „Manager“ verfügen über nahezu alle Rechte (Snapshots anlegen, Projektinformationen modifizieren usw.), können das Projekt jedoch nicht löschen.

Keiner der Fragenkataloge passt zum Projekt. Was nun?

Wenn keiner der Fragekataloge hilfreich ist, können gegebenenfalls die Webtools größerer Forschungsdateninitiativen weiterhelfen:

  • Psychologie: DataWiz, des Leibniz-Zentrum für Psychologische Information. Das Tool ist für die Datenplanung in der Psychologie schlicht besser geeignet als das generische RDMO-Werkzeug der FAU.
  • GFBio DMPT für die Biodiversitätsforschung. Das Werkzeug kann auch in verwandten Disziplinen hilfreich sein.
  • Der Clarin-D Wizard für Forschungsprojekt über Sprache im weitesten Sinn. Besonders nützlich, wenn die Daten in einem der Clarin-Datenzentren archiviert werden sollen.
  • Falls der Datenmanagementplan den Auflagen eines angelsächsischen Forschungsförderers genügen muss oder er gemeinsam mit einem angelsächsischen Partner erstellt werden muss, können die Plattformen DMPOnline (Vereinigtes Königreich) und DMPTool (USA) helfen.

Wenn Sie einen sehr speziellen, auf ein größeres Projekt zugeschnittenen Plan oder Fragenkatalog benötigen, können Sie sich jederzeit an das Referat für Forschungsdatenmanagement der FAU wenden.

Was sind Snapshots?

Ein Snapshot hält den aktuellen Stand des Fragenkatalogs samt Antworten zu einem bestimmten Zeitpunkt fest. Per Mausklick kann das Projekt jederzeit auf den Stand des Snapshots zurückgesetzt werden. Dies ist hilfreich, um Informationen zu sichern, bevor eine Überarbeitung des Plans durchgeführt wird. Snapshots eignen sich auch gut, um die Entwicklung des Datenmanagementplans zu dokumentieren. So kann beispielsweise zu jedem erreichten Meilenstein ein Snapshot erstellt werden. Einige Förderer, wie die EU im Horizon-2020-Programm, erwarten eigene Datenmanagementpläne für unterschiedliche Phasen. Diese können mit den Snapshots archiviert werden, während der Datenmanagementplan gleichzeitig ein lebendiges Dokument bleibt.

Was sind Aufgaben?

Bei einzelnen Fragen, bei denen Antwortmöglichkeiten wie „Unklar“ oder „Noch nicht entschieden“ zulässig sind, kann eine sogenannte Aufgabe angelegt werden, die die Projektmitglieder daran erinnert, dass diese Fragen noch nicht abschließend geklärt wurden.

Weiterführende Links