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Open-Access-Policies von Drittmittelgebern

 

Einen unverbindlichen Überblick über die Open-Access-Policies aller Drittmittelgeber liefert die Plattform SHERPA/JULIET. Die nachfolgende Übersicht skizziert die Open-Access-Policies der wichtigsten Drittmittelgeber der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) in Klartext. Die FAU-eigene Open Access-Policy finden Sie unter urn:nbn:de:bvb:29-opus4-68651.

Bei Ergänzungswünschen oder Aktualisierungsmeldungen wenden Sie sich bitte an das Referat Open Access ub-open-access@fau.de.

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) besitzt keine zentrale Open-Access-Policy, pflegt aber eine Informationsseite über Open Access. Das BMBF führt hier generell an, dass wissenschaftliche Informationen aus öffentlich finanzierter Forschung auch im Internet frei zugänglich sein “sollten”. Eine Verpflichtung besteht damit nicht, auch nennt das BMBF keine Vorgaben in Hinblick auf eine verpflichtende Archivierung in definierten Open-Access-Repositorien.

Die Ergebnisse sind jedoch auf Anfrage der Forschung und Lehre in Deutschland unentgeltlich zur Verfügung zu stellen. Der Zuwendungsgeber hat in Fällen eines besonderen öffentlichen Interesses ein nicht ausschließliches, übertragbares Benutzungs- und Nutzungsrecht an den Ergebnissen (vergleiche BMBF-Vordruck 0330a) und kann dieses zum Beispiel für die Open Access-Veröffentlichung nutzen.

Mittel zur Publikation der Projektergebnisse können im Rahmen der Projektförderung beantragt werden, wenn der Zuwendungsempfänger entsprechende Publikationskosten geltend macht. Die Mittel können auch für Open-Access-Publikationen eingesetzt werden. Gesonderte Zuwendungen für Open Access existieren nicht.

Link zur Informationsseite: http://www.bmbf.de/de/22905.php (Stand August 2016).

dfg_logoDie DFG besitzt keine zentrale Open-Access-Policy, sondern hat sich dazu entschlossen, Inhalte zu Open Access in den Verwendungsrichtlinien der einzelnen Förderprogramme zu hinterlegen. Dort sind sie in der Regel unter der Rubrik “Veröffentlichung von Forschungsergebnissen” zu finden.

Die DFG erwartet hierin generell, dass die finanzierten Forschungsergebnisse “möglichst” Open Access gestellt werden. Eine Verpflichtung besteht damit nicht, auch nennt die DFG keine Vorgaben in Hinblick auf eine verpflichtende Archivierung in definierten Open-Access-Repositorien.

Mittel zur Publikation der Projektergebnisse können im Rahmen des Projekts beantragt werden, sind mit maximal 750 Euro im Jahr jedoch überschaubar. Die Mittel können auch für Open-Access-Publikationen eingesetzt werden. Gesonderte Zuwendungen für Open Access existieren nicht. Die Publikationspauschale kann über die Laufzeit eines Projekts angespart und im Bedarfsfall durch Umschichtungen aus anderen Projekttiteln verstärkt werden.

Beispielhaft sind die “Verwendungsrichtlinien Sachbeihilfen [Inland] mit Leitfaden für Abschlussberichte und Regeln guter wissenschaftlicher Praxis” unter http://www.dfg.de/formulare/2_01/2_01_de.pdf zu nennen (Stand August 2014).

Alle Grants seitens Europäischen Forschungsrat (ERC) und Horizont 2020 enthalten verpflichtende Regelungen zu Open Access. Beim 7. Forschungsrahmenprogramm (FP7) sind verpflichtende Klauseln in den sieben Bereichen Energy, Environment, Health, Information & Communication Technologies, Research Infrastructures, Science in Society und Socioeconomic Sciences & Humanities enthalten: Achten Sie hier darauf, ob die Special clause 39 im Grant Agreement vorhanden ist.

Die Publikation muss beim ERC, bei Horizont 2020 und gemäß der Special clause 39 beim FP7 entweder originär, das heißt unmittelbar im “Goldenen Weg” Open Access erstveröffentlicht werden oder anderenfalls so früh wie möglich, aber spätestens innerhalb 6 Monate in der Postprint- oder Verlagsversion auf einem Open-Access Repositorium archiviert und zugänglich gemacht werden (“Grüner Weg” von Open Access). Bei den Geistes- und Sozialwissenschaften ist abweichend davon ein Embargo bis zu 12 Monate bis zur Archivierung auf einem Open-Access Repositorium hinnehmbar. Der Upload in ein Repositorium ist immer obligatorisch, selbst wenn Sie den “Goldenen Weg” der unmittelbaren Open Access Veröffentlichung nehmen. Auch alle Metadaten zur Publikationen müssen immer Open Access zugänglich sein.

Es kann das institutionelle Repositorium OPUS FAU gewählt werden, im Falle eines fachspezifischen Repositoriums empfiehlt der ERC Europe PubMed Central oder arXiv für die medizinischen beziehungsweise technisch-naturwissenschaftlichen Disziplinen. Für die sozial- und geisteswissenschaftlichen Fachgebiete liegen aktuell keine ERC-Empfehlungen vor.

Die Verpflichtung bezieht sich generell auch auf Bücher, Buchkapitel oder ähnliches, die auf der finanzierten Forschung basieren. Sollte eine entsprechende monografische Publikation geplant sein, empfiehlt es sich, vorab den Project Officer zu kontaktieren.

Die zu erwartenden Publikationskosten im Goldenen Weg können explizit beantragt werden. Die Maximalgrenze der beantragbaren Mittel (Beispiel ERC Starting Grant: maximal 1,5 Millionen.) darf dabei nicht überschritten werden. Ein Nachantrag ist nicht möglich, das heiß die Höhe der diversen Open-Access-Kosten des jeweiligen Fachgebietes muss notwendigerweise vorab abgeschätzt werden. Dies kann zum Beispiel Gebühren für eine Open-Access-Option bei Subskriptionszeitschriften umfassen, Article Processing Charges bei reinen Open-Access-Zeitschriften, die Kosten für einen Publishing Plan bei PeerJ, die Kosten für Open Access Voucher bei der Royal Society of Chemistry . Ein Ansatz von 1.000 bis 2.000 € pro Publikation ist nicht unrealistisch.

Sollte eine Publikation in einem Medium geplant sein, das die ERC-Bedingungen nicht erfüllt (keine Open-Access-Erstveröffentlichung bezieungsweise Zweitveröffentlichung innerhalb 6 Monate auf einem Open-Access-Repositorium), das aber hochrelevant ist und zitiert wird, kann der Project Officer kontaktiert werden, ob eine Ausnahmeregelung genehmigt werden kann. Beim FP7 muss generell ein “best effort” nachgewiesen werden, beispielsweise schriftliche Nachweise für Verhandlungen mit dem jeweiligen Verlag über die Open-Access-Freigabe, wenn die Forderungen nicht erfüllt werden können. Sollte eine kostenpflichtige Gold-Option vorhanden sein, muss diese tatsächlich auch als “best effort”-Maßnahme gewählt werden.

Die Richtlinien des ERC sind unter
http://erc.europa.eu/sites/default/files/document/file/ERC_Open_Access_Guidelines-revised_2013.pdf zu finden,
die Open-Access-Seiten zum FP7 unter http://ec.europa.eu/research/science-society/document_library/pdf_06/survey-on-open-access-in-fp7_en.pdf
und letztlich die Horizont 2020-Richtlinien unter http://ec.europa.eu/research/participants/data/ref/h2020/grants_manual/hi/oa_pilot/h2020-hi-oa-pilot-guide_en.pdf (Stand August 2014).

OA-Routes-Horizon-2020

Der Fonds zur Förderung der wissenschaftlichen Forschung (FWF) schreibt verpflichtende Regelungen zu Open Access vor. Ab dem 01. November 2014 gelten neue Regelungen (siehe hierzu weiter unten im Text).

Die Publikation muss entweder originär, das heißt unmittelbar im „Goldenen Weg“ in einer DOAJ-gelisteten Zeitschrift unter der Creative Commons Attribution (CC-BY) LizenzOpen Access erstveröffentlicht werden oder anderenfalls innerhalb 12 Monate in der Postprint- oder Verlagsversion auf einem Open-Access Repositorium zugänglich gemacht werden („Grüner Weg“ von Open Access). Auch hybrides Open Access (das heißt grundsätzlich subskriptionspflichtige Zeitschriften, die darüber hinaus eine kostenpflichtige Open-Access-Option für Artikel anbieten) ist möglich. In den beiden letztgenannten Fällen müssen die Zeitschriften oder Proceedings im Web of Science oder Scopus gelistet sein.

Unabhängig der oben genannten Wahl muss die Publikation ab Publikationszeitpunkt in einem Repositorium archiviert werden. Es kann etwa das institutionelle Repositorium OPUS FAU gewählt werden, allein im Falle der Life Sciences oder verwandten Themenbereichen schreibt der FWF das Repositorium Europe PubMed Central vor. Davon betroffene Projekte werden von Europe PubMed Central per E-Mail gesondert informiert.

Publikationskosten im Goldenen Weg können bis zu drei Jahre nach Projektende explizit beantragt werden. Auch für Bücher, Proceedings und Sammelbände können Kosten geltend gemacht werden, sofern der Verlag diese wie beschrieben im Goldenen Weg Open Access stellt. Bei vom FWF geförderten, selbstständigen Publikationen (Büchern und ähnliches) ist zudem die zeitgleiche Open-Access-Veröffentlichung der elektronischen Kopie in der FWF-E-Book-Library verpflichtend.

Für alle Projekte, die nach dem 1. November 2014 genehmigt wurden, gelten folgende Neuregelungen:

Der FWF finanziert zusätzlich zum Projektbudget Publikationen im Goldenen Weg bis zu einer Höhe von 2.500 Euro pro Publikation. Sollte eine Publikation mehr kosten, muss die Differenz entweder von den Autoren selbst oder aus vorhandenen FWF-Projektbudgets vor der Zeit der Neuregelungen getragen werden.

Bei hybridem Open Access (das heißt grundsätzlich subskriptionspflichtige Zeitschriften, die darüber hinaus eine kostenpflichtige Open-Access-Option für die einzelnen Artikel anbieten) wird für die Open-Access-Option ein Betrag bis zu 1.500 Euro zusätzlich zum Projektbudget seitens FWF finanziert. Sollte eine Open-Access-Option mehr kosten, muss die Differenz entweder von den Autoren selbst oder aus vorhandenen FWF-Projektbudgets vor der Zeit der Neuregelungen getragen oder der „Grüne Weg“ gewählt werden.

Es gibt keine zusätzlichen Kostenübernahmen mehr für Aufwendungen, die nicht in Relation zu Open Access stehen (zum Beispiel vormals druckkostenbezogene Aufschläge für das Überschreiten bestimmter Seitenzahlen, Farbseiten und –Abbildungen, Einreichungsgebühren, Mitgliedsbeiträge et cetera). Sollten Verlage entsprechende Kosten geltend machen, sollten Autoren bei anderen Verlagen einreichen oder eigene beziehungsweise vorhandene FWF-Projektbudgets vor der Zeit der Neuregelungen hierfür verwenden.

Die Creative Commons Attribution (CC-BY) Lizenz ist für alle Open-Access-Publikationen aus Projekten, die nach dem 1. November 2014 genehmigt wurden verpflichtend.

Die Open Access Aktivitäten und die Erfüllung der Open Access Policy müssen im Endbericht an den FWF samt Angabe eines Persistent Identifier (DOI, PubMed Central ID oder ähnliches) nachgewiesen werden.

Die Policy des FWF ist unter http://www.fwf.ac.at/de/forschungsfoerderung/open-access-policy/ zu finden (Stand September 2015).

Im Juni 2015 wurde ein „FP7 Post-Grant Gold Open Access Pilot“ nach Überlegungen der Europäischen Kommission in Zusammenarbeit mit dem OpenAIRE2020-Projekt gestartet. Nach der ersten Projektphase (1.5.2015 – 30.4.2017) wurde der Pilot bis zum 28. Februar 2018 verlängert.

Nach Antragstellung können Gold Open Access Kosten für noch nicht länger als zwei Jahre abgeschlossene FP7 Projekte erstattet werden. Eine Policy regelt die Anspruchsberechtigung der Rückerstattungen. Die Bedingungen der Policy in Kurzform:

  • Zum Zeitpunkt der Einreichung darf das Projekt noch nicht länger als zwei Jahre abgeschlossen worden sein. Es gibt aber einen gewissen Spielraum für Anfang 2013 beendete Projekte.
  • Es werden nur Open-Access-Publikationskosten erstattet, die nach der Projektlaufzeit angefallen sind und die nicht über das Projektbudget abgerechnet wurden.
  • Nur Projekte aus der FP7 CORDA Datenbank sind anspruchsberechtigt. Projekte außerhalb dieser Datenbank werden einzeln von der Europäischen Kommission geprüft.
  • Es werden maximal drei Publikationen (zum Beispiel Artikel, Monographien, Buchkapitel, Conference Proceedings, …) pro Projekt gefördert.
  • Der Pilot ist zeitlich bis April 2017 begrenzt. Er wird aber beendet, sobald das Geld von vier Millionen Euros erschöpft ist. „First-come, first-served!“

Weitere (technische) Kriterien:

  • Die Publikation muss referiert sein (Peer-Review-Verfahren).
  • Eine möglichst offene Lizenz wie zum Beispiel CC-BY, CC-BY-SA muss verwendet werden – in Ausnahmefällen auch CC-BY-NC.
  • Die Publikation muss einen eindeutigen Identifier (zum Beispiel DOI) haben.
  • Die Publikation muss im PDF-Format oder ähnlichem Text- and Data Mining-lesbaren Format verfügbar sein.
  • Das PDF muss in OpenAIRE-konformen Repositorien wie zum Beispiel OPUS FAUoder Zenodo hinterlegt sein.
  • Die Metadaten müssen hinterlegt sein.
  • Die zugrunde liegenden Daten der Publikation müssen zugänglich und auffindbar sein.
  • Das FP7-Projekt muss in der Danksagung erwähnt sein.

Finanzielle Kriterien:

  • Maximal 2.000 € für Artikel, Buchkapitel und Conference Proceedings und maximal 6.000 € für Monographien.
  • Es werden nur „reine“ Gold Open Access Publikationen unterstützt (kein hybrides Open Access).
  • Es werden keine zusätzlichen Kosten wie Seitengebühren oder Farbabbildungen übernommen.
  • Aus Qualitätsgründen müssen die Open Access Journals in DOAJScopusWeb of Science oder Pubmed gelistet sein – falls (noch) nicht gelistet, muss das Review-Verfahren auf der Seite des Verlages klar ausgewiesen sein.
  • Bei Publikationen mit mehreren Förderern sollen die Kosten möglichst gesplittet werden

Mittelempfänger des „Impuls- und Vernetzungsfonds“ der Helmholtz-Gemeinschaft sind seit Oktober 2013 verpflichtet, ihre Veröffentlichungen, die in geförderten Projekten entstehen, Open Access zu stellen.

Die Publikation muss entweder originär, das heißt unmittelbar im „Goldenen Weg“ unter der Creative Commons Attribution (CC-BY) Lizenz Open Access erstveröffentlicht werden oder anderenfalls innerhalb 6 Monate in der Postprint- oder Verlagsversion auf einem Open-Access Repositorium archiviert und zugänglich gemacht werden („Grüner Weg“ von Open Access). Bei den Geistes- und Sozialwissenschaften ist abweichend davon ein Embargo bis zu 12 Monate bis zur Archivierung auf einem Open-Access Repositorium hinnehmbar. Wird die Erstveröffentlichung im Goldenen Weg gewählt, muss die Publikation ebenfalls spätestens zum Zeitpunkt der Veröffentlichung auf einem Open-Access Repositorium archiviert werden. Die bibliographischen Daten der im Repositorium gespeicherten Publikation müssen eine Zuordnung zum geförderten Projekt erlauben.

Beim Vorliegen wichtiger Gründe kann die Open-Access-Veröffentlichung entfallen. Diese Gründe müssen der Helmholtz-Gemeinschaft unmittelbar gemdeldet werden, nachdem der Autor davon Kenntnis erlangt hat.

Das entsprechende Merkblatt der Helmholtz-Gemeinschaft ist unter http://www.helmholtz.de/fileadmin/user_upload/01_forschung/2013-10-14_OA-Richtlinie-IVF.pdf zu finden (Stand August 2016).

Seit 2016 gilt eine entsprechende Open Access-Richtlinie nicht nur für Mittelempfänger des “Impuls- und Vernetzungsfonds”, sondern für alle Publikationen von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Helmholtz-Gemeinschaft.

Darüber hinaus müssen mit der neuen Richtlinie auch Buchveröffentlichungen innerhalb von 12 Monaten (24 Monate in den Geistes- und Sozialwissenschaften) nach der Veröffentlichung auf einem Open-Access Repositorium archiviert und zugänglich gemacht werden. Hauspublikationen eines Zentrums werden, wenn immer möglich, unter der Creative Commons Attribution (CC-BY) Lizenz auf dem Repositorium des Zentrums Open Access zugänglich gemacht.

Die entsprechende Open Access-Richtlinie kann unter http://os.helmholtz.de/open-science-in-der-helmholtz-gemeinschaft/open-access-richtlinien/open-access-richtlinie-der-helmholtz-gemeinschaft-2016/ nachgelesen werden (Stand August 2016).

Der Schweizerischer Nationalfonds zur Förderung der wissenschaftlichen Forschung (SNF) schreibt verpflichtende Regelungen zu Open Access vor.

Die Publikation muss entweder originär, das heißt unmittelbar im sogenannten Goldenen Weg Open Access erstveröffentlicht werden oder anderenfalls innerhalb 6 Monate in der Postprint- oder Verlagsversion auf einem Open-Access Repositorium archiviert und zugänglich gemacht werden (sogenannter Grüner Weg von Open Access). Bei Buchpublikationen und Editionen ist ein Embargo bis zu 24 Monate bis zur Zugänglichmachung auf einem Open-Access Repositorium hinnehmbar.

Die Kosten von Publikationen in referierten Open-Access-Zeitschriften (Goldener Weg) können bis max. 3.000 CHF pro Publikation dem SNF-Beitrag explizit belastet werden. Auch für Bücher können Kosten geltend gemacht werden, sofern der Verlag diese im Goldenen Weg Open Access stellt. Seit 1. Juli 2014 sind die Beiträge hier wie folgt festgelegt:

  • Der SNF gilt die verlegerischen Leistungen mit CHF 5.000 ab (Sockelbeitrag), sofern die Leistungen in einem Vertrag des Verlags mit dem Autor verbindlich ausgewiesen werden.
  • Die Pauschale für Dissertationen und Habilitationen wird auf CHF 8.000 festgelegt; ist diese Pauschale zur Deckung der Herstellungskosten nicht ausreichend, kann eine zusätzliche Unterstützung beantragt werden.
  • Der Maximalbeitrag für eine einfache digitale Buchpublikation beträgt CHF 12.000, für eine gut ausgestattete digitale Buchpublikation CHF 22.000; dieser kann ohne festgelegte Obergrenze erhöht werden, falls in einem entsprechenden Antrag erhöhte Anforderungen an die Herstellung ausgewiesen werden.

(http://www.snf.ch/de/fokusForschung/newsroom/Seiten/news-140630-neue-publikationsfoerderung-der-snf-nimmt-punktuelle-anpassungen-vor.aspx, Zugriff am 01.08.2015)

Ausgeschlossen sind Open-Access-Beiträge wie Tagungsbände, Festschriften, Neuauflagen ohne zusätzliche wissenschaftliche Ergebnisse, Übersetzungen oder bibliophile Ausgaben.

Ist die Open-Access-Publikation aus rechtlichen Gründen nicht möglich, so müssen die Forschenden begründet eine Aufhebung der Verpflichtung beantragen.

Das Reglement von SNF ist unter http://www.snf.ch/SiteCollectionDocuments/allg_reglement_valorisierung_d.pdf zu finden (Stand September 2015)

The National Institutes of Health (NIH) schreiben seit 2008 die Archivierung und Zugänglichmachung der Postprint- oder Verlagsversion eines begutachteten Zeitschriftenartikels im Open-Access Repositorium PubMed Central binnen 12 Monate nach Veröffentlichung vor, sofern die Forschung durch die NIH gefördert wurde. Die Policy wird nur auf Beiträge in ISSN-fähigen Zeitschriften und Schriftenreihen mit Peer-Review-Verfahren angewendet, Bücher, Buchkapitel oder ähnliches fallen nicht unter die Regelung.

Die Policy der NIH ist unter http://publicaccess.nih.gov/policy.htm zu finden (Stand August 2014).

Der Wellcome Trust schreibt seit April 2013 verpflichtende Regelungen zu Open Access für alle seitens Wellcome Trust finanzierte, begutachtete Forschungsliteratur vor. Von der Verpflichtung befreit sind Editorials, Letter, Proceedings und Reviews.

Die Publikation muss entweder originär, das heißt unmittelbar im „ Goldenen Weg“ Open Access unter der Creative Commons Attribution (CC-BY) Lizenz Open Access erstveröffentlicht werden oder anderenfalls innerhalb von 6 Monaten in der Postprint- oder Verlagsversion auf den Open-Access Repositorien PubMed Central oder Europe PubMed Central archiviert und zugänglich gemacht werden („ Grüner Weg“ von Open Access).

Auch wissenschaftliche Buchpublikationen müssen seit Oktober 2013 innerhalb von 6 Monaten auf PMC Bookshelf and Europe PubMed Central archiviert und zugänglich gemacht werden. Fallen hier Publikationskosten an (Goldener Weg), muss die Buchpublikation unmittelbar ohne Embargo Open Access unter einer Creative Commons Lizenz veröffentlicht werden. Der Wellcome Trust empfiehlt dabei die Creative Commons Attribution (CC-BY) Lizenz, akzeptiert aber auch nichtkommerzielle Lizenzen wie die Creative Commons Attribution NonCommercial (CC-BY-NC) Lizenz oder die Creative Commons Attribution NonCommercial NoDerivatives (CC-BY-NC-ND) Lizenz. Buchpublikationen sollen bei openaccess@wellcome.ac.uk angemeldet werden.

Steht der Autor bei einer Subskriptionszeitschrift vor der Entscheidung, den Goldenen Weg durch Zahlung einer kostenpflichtigen Open-Access-Option oder den Grünen Weg einzuschlagen, empfiehlt der Wellcome Trust den ersten Weg. Anfallende Publikationskosten im Goldenen Weg werden vom Wellcome Trust explizit getragen.

Die Policy des Wellcome Trust ist unter http://www.wellcome.ac.uk/About-us/Policy/Policy-and-position-statements/WTD002766.htm zu finden (Stand August 2014). Verstöße gegen die Policy werden sanktioniert.

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