Die Universitätsbibliothek (UB) ist regelmäßig an Drittmittelprojekten der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) sowie anderer Fördereinrichtungen beteiligt. Dazu gehören der Fachinformationsdienst Erziehungswissenschaft und Bildungsforschung oder Projekte zur Unterstützung des freien Zugangs zu wissenschaftlicher Information. Ihren kostbaren Altbestand kann sie mittels geförderter Digitalisierungsprojekte weltweit, kostenfrei und offen für alle zur Verfügung stellen. Wertvolle Originale werden zu ihrem Schutz in säurefreien Kapseln oder Umschlägen aufbewahrt, Buchbestände aus saurem Papier Entsäuerungsmaßnahmen unterzogen.
Laufende Projekte
Freier Zugang zu wissenschaftlicher Information – Open Access
„Die Open Source Academic Publishing Suite (OS-APS) als Publikationssoftware etablieren und relevante Akteure vernetzen“ (OS-APS NET)
Laufzeit: 2026-2028 (Das Projekt wurde mit einer geplanten Laufzeit von zwei Jahren durch die DFG bewilligt.)

In Anbetracht der Herausforderungen bzgl. XML-Workflows bei universitären Publikationsservices und Universitätsverlagen, die sich oft in fehlendem Knowhow und prekären Personalressourcen äußern, stellt die Open Source Academic Publishing Suite (OS-APS) eine Infrastrukturlösung dar, die sich schon im Produktivbetrieb verschiedener Akteure bewährt hat. Jedoch ist das Netzwerk der OS-APS Community bisher nur lose, und die Dokumentation der Workflows und des Umgangs mit OS-APS ist noch ausbaufähig. Das beantragte Projekt möchte daher das vorhandene Wissen der Nutzenden bündeln, erweitern und nachhaltig dokumentieren. Vorhandene Potentiale der Software sollen er- und gehoben werden, sodass sich OS-APS mittelfristig als Publikationstool für institutionelle Anbieter etablieren und von interessierten Einrichtungen selbstständig ohne hohen Beratungsbedarf genutzt werden kann.
Kontakt: Dominik Baumgartner
Förderung durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft
Open-Access-Publikationskosten
Laufzeit: 01.01.2025-31.12.2027

Mit Angeboten wie dem langjährigen Open-Access-Publikationsfonds besitzt die Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) umfangreiche Erfahrungen im Bereich zentrale Verwaltung und Finanzierung von Open-Access-Publikationen. Mit dem Projekt sollen folgende Aspekte ergänzt beziehungsweise optimiert werden:
- Einfache und zentrale Finanzierungsmöglichkeiten von Open-Access-Buchpublikationen aus DFG-Projekten und deren Book Processing Charges – derzeit werden diese mit sehr heterogenen Antragsverfahren über die Stiftungen und Förderer der FAU finanziert.
- Die nachhaltige Aus- und Mitgestaltung von Open-Access-Transformationsmodellen
- Die effiziente Fördermittel-Einwerbung und zentralisierte Verwaltungs- und Monitoringmöglichkeiten; hierbei auch Prozessoptimierungen und eine Entwicklung von Synergien bei der Zusammenarbeit innerhalb der Universität.
Kontakt: Tonka Stoyanova
Förderung durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft
Open-Access-Konsortium Bildung für E-Books und Zeitschriften (edu_consort_oa)
Laufzeit: 01.09.2023–30.08.2026
Kontakt: Dr. Rainer Plappert
Förderung durch das Bundesministeriums für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR)

Fachinformationsdienste für die Wissenschaft
Kontakt: Dr. Rainer Plappert
Förderung durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft
Abgeschlossene Projekte
Freier Zugang zu wissenschaftlicher Information – Open Access
Laufzeit: 01.09.2023-31.08.2025
OS-APS STEMO ist das Folgeprojekt zur „Open Source Academic Publishing Suite (OS-APS)“. Die Suite ermöglicht Single-Source-Publishing Workflows zum medienneutralen Publizieren ohne größere technische Expertise und kostenintensive XML-Redaktions- und Content-Management-Systeme. Auf der Website https://os-aps.de finden Sie auch eine Demo-Version der Software, die Sie gerne testen können.

Der Fokus der jetzigen Förderphase liegt zum einen auf dem Ausbau von OS-APS für komplexere STEM-Publikationen. Konkret wird an einer verbesserten Verarbeitung und Formatierung für Formeln, Tabellen und Diagrammen gearbeitet. In diesem Zuge soll auch eine Unterstützung für LaTeX und MathML umgesetzt werden.
Auf die Realisierung einer optimierten Online-Darstellung wird ein weiterer Schwerpunkt gelegt. Hier sollen die von OS-APS produzierten Publikationen so gestaltet werden, dass sie für seheingeschränkte Menschen barrierearm sind. Außerdem wird ein Viewer entwickelt, mit dem dynamische Online-Inhalte unabhängig vom verwendeten Endgerät dargestellt und auf der Verlagsseite angeboten werden können.
Mit der Einführung von JATS/BITS-XML als Volltext-XML können darüber hinaus die Anforderungen vieler Buchhandelskataloge, Fachdatenbanken und Datendrehscheiben bei der Indexierung beziehungsweise Einspielung von Publikationen erfüllt werden.
Kontakt: Dominik Baumgartner
Förderung durch das Bundesministeriums für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR)
Laufzeiten: Erstbewilligung vom 14.10.2010 mit Mitteleinsatz im Jahr 2011. Es folgten weitere Mittelbewilligungen/-einsätze für 2012, 2013, 2014, 2015, 2016, 2017-2018, 2022-2024, sowie zuletzt 2025-2027 bei dreijähriger Beantragung und Bewilligung.

Ziel war die inneruniversitäre Strukturbildung, um die wissenschaftliche Kommunikation der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) so nah als jeweils fachspezifisch möglich an Open Access heranzuführen und langfristig gesehen einen Wechsel auf dieses Veröffentlichungsmodell zu unterstützen. Dazu wurde im Oktober 2010 ein Fonds Open Access Publizieren aus DFG- und Eigenmitteln aufgebaut und seither an der FAU betrieben und weiterentwickelt. Im Rahmen des Fonds konnten Publikationsgebühren für Artikel in qualitätsgesicherten Open Access Zeitschriften übernommen werden. Der Fonds wurde verstetigt.
Kontakt: Tonka Stoyanova
Förderung durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft
Laufzeit: 01.02.2021-31.03.2023
Entwicklung einer Open Source Academic Publishing Suite und deren Anwendung an den Universitätsverlagen und –bibliotheken in Erlangen-Nürnberg und Halle – OS-APS (Open Source Academic Publishing Suite).

Kleineren und mittleren Verlagen fehlt es oft an den Möglichkeiten zum Publizieren im Open Access. Das Team des Projektes OS-APS möchte ihnen hierfür eine als Open Source frei verfügbare Software für multimediales Publizieren zur Verfügung stellen, damit sie notwendige Formate (z.B. HTML, PDF, DRM-frei im Open Access) und Formatierungen einfach und automatisiert erstellen können. Auch dazugehörige standardisierte Workflows stellen im Veröffentlichungsprozess eine große Hilfe dar, da sie eine aufwendige und teure händische Umsetzung individueller XML-Satz- und Review-Prozesse überflüssig machen. Das Tool wird im Projekt durch die SciFlow GmbH entwickelt und von den Verbundpartnern in deren Universitätsverlagen und -bibliotheken eingebettet und getestet.
Kontakt: Tonka Stoyanova
Förderung durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)
Laufzeiten: 01.01.2016-31.12.2017 und 01.08.2018-30.06.2021
Das DeepGreen-Projekt hatte das Ziel der rechtssicheren Verteilung von Artikeldaten von Verlagen an Repositorien. Erprobte die erste Förderphase (DFG-Nummer 274939300) prototypisch die Machbarkeit dieser Zielstellung, wurde im Rahmen der zweiten Förderphase (DFG-Nummer 401038572) gemeinsam mit Verlagen, berechtigten Bibliotheken und anderen Einrichtungen ein (möglichst stark) automatisierter Workflow etabliert, in dem Verlagsdaten inklusive der Volltexte rechtssicher abgeliefert und von Repositorien eingespielt werden.

Technischer Baustein ist dabei eine zentrale, intermediäre Datenverteilstation, die dies gewährleistet. Erreicht wurde ein bundesweiter Service, der auf verbindlichen Absprachen mit Verlagen und Bibliotheken fußt und die Bedingungen etwaiger Allianz-, National- oder Creative Commons-Lizenzen ganzheitlich umsetzt. Gleichzeitig wurde die Übertragbarkeit des bisherigen DeepGreen-Ansatzes auf weitere Lizenzkontexte (FID-Lizenzen, Konsortiallizenzen, Gold-Open-Access-Vereinbarungen) geprüft und implementiert. Eine zusätzliche Ausbaustufe stellte die Anbindung an Fachrepositorien und Forschungsinformationssysteme dar.
Kontakt: Tonka Stoyanova
Förderung durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft
Forschungsdatenmanagement
Laufzeiten: 2018-2020; 2020-2023
eHumanities – interdisziplinär war ein vom Bayerischen Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst gefördertes Projekt. Im Mittelpunkt standen die Konzeption und Evaluierung neuer Hilfsmittel und die Erarbeitung von Best-Practice-Empfehlungen zum Forschungsdatenmanagement (FDM) für die digitalen Geisteswissenschaften. Das Projekt wurde gemeinschaftlich durch die Universitätsbibliotheken der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) und der Ludwig-Maximilians-Universität München (LMU) sowie durch die IT-Gruppe Geisteswissenschaften der LMU betrieben. Arbeitspakete der zweiten Projektphase (2020-2023):
- Integration von Forschungsdaten-Entitäten in etablierte Normdatensysteme und semantische Erschließung
- Integration der bisher erarbeiteten Dienstleistungen und Workflows in eine FDM-Service-Plattform
- Erweiterung des DataCite Best Practice Guides und des DataCite-Metadaten-Generators
- Zentrale Bereitstellung von FDM-Diensten am Beispiel der Webapplikation Research Data Management Organizer zum Erstellen von Datenmanagementplänen (RDMO)
- Schulungen, Anleitungen und Best Practices
- Website-Relaunch und -Pflege, Öffentlichkeitsarbeit
Arbeitspakete der ersten Projektphase (2018-2020):
- Untersuchungen zum Metadatenmodell
- Vorschlag eines Datenmanagementplans
- Entwicklung eines abgestimmten Schulungspaketes
- Beschreibung und Etablierung von Services im Forschungsdatenmanagement der ausgewählten Fachdomänen
- Unterstützung bei Recherche und Publikation unter Verwendung entsprechender Tools
Kontakt: Dr. Jürgen Rohrwild
Förderung durch das Bayerische Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst
Laufzeit: 01.11.2022-31.12.2024
Das Projekt LaVe befasst sich mit solchen Unterstützungsservices im wichtigen Bereich der langfristigen Verfügbarkeit und Nutzbarkeit von Forschungsdaten (FD). Dabei agiert LaVe auf drei Ebenen: (1) konzeptionelle und administrative Vorarbeiten und Überlegungen für reibungslose Übergabe und Erhaltung von FD; (2) lokale PID-Dienste, um FD besser in einer vielfältigen Dateninfrastrukturen-Landschaft verwalten und identifizieren zu können; (3) Anschluss von (über-)regionalen Diensten an lokale Infrastrukturen.
Kontakt: Dr. Jürgen Rohrwild
Förderung durch das Bayerische Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst
Digitalisierung und Bestandserhaltung
Laufzeiten: 15.10.2019-30.09.2020; 01.10.2021-30.09.2023; 01.10.2023-31.03.2026

Die über sechs Jahre durchgeführte Erschließung und Digitalisierung der mittelalterlichen Handschriften aus den Bibliotheken der Klöster Heilsbronn und Sankt Jobst konnte mit Förderung der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) durch die Universitätsbibliothek erfolgreich beendet werden. Bei diesen Beständen handelt es sich um die beiden einzigen nahezu vollständig erhaltenen Klosterbibliotheken der fränkischen Markgraftümer Brandenburg-Ansbach und Brandenburg-Bayreuth. Das Projekt umfasste insgesamt 531 digitalisierbare mittelalterliche Handschriften der Klosterbibliothek Heilsbronn sowie 57 Bände des ehemaligen Franziskanerklosters Sankt Jobst bei Bayreuth.
- Projekt I: Liturgische und Bibelhandschriften aus Pergament wurden erschlossen, digitalisiert und mit virtuellen Inhaltsverzeichnissen zur Navigation versehen. Die digitale Sammlung Klosterbibliothek Heilsbronn kann kostenlos und frei aufgerufen werden.
- Projekt II: In diesem Projekt wurden 241 mittelalterliche Pergament-Handschriftenbände mit theologisch-philosophischem und kirchenrechtlichem Inhalt sowie Texte zu grammatischen Studien und den Klassikern und einige geschichtliche und medizinisch-naturwissenschaftliche Werke aus dem ehemaligen Zisterzienserkloster Heilsbronn bearbeitet.
- Projekt III: In diesem dritten und letzten Projekt wurden insgesamt 222 mittelalterliche Handschriftenbände, das heißt 219 Papier- und 3 Pergament-Handschriftenbände der Klosterbibliotheken Heilsbronn und St. Jobst digitalisiert.
Kontakt: Jutta Faust
Förderung durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft
Die Koordinierungsstelle für die Erhaltung des schriftlichen Kulturguts (KEK) förderte zwischen 2017 und 2021 mehrere Projekte, um wertvollen und teilweise unikalen Altbestand unter konservatorischen Gesichtspunkten zu verpacken oder lokalhistorische Quellen zu entsäuern.
- 2017: Schutzverpackung für mittelalterliche Handschriften aus den Klosterbibliothek St. Marien, Heilsbronn, und der Klosterbibliothek St. Jobst, Bayreuth
- 2019: Trockenreinigung und Schutzverpackung von seltenem historischen Kartenmaterial des 17. bis 20. Jahrhunderts in Übergröße (SPE-2019-083)
- 2020: Säurefreie Verpackung von 100 Nachlässen von Wissenschaftlern und Gelehrten des 16. bis 20. Jahrhunderts (SPE-2020-009)
- 2021: Entsäuerung der Regionalzeitung Erlanger Tagblatt (später Erlanger Nachrichten) Jahrgänge 1858-1980 (SP1-2021-006)
Laufzeit: 1.8.2015-15.10.2019
Im Rahmen des Förderprogramms „Erschließung und Digitalisierung“ wurden 3.250 Drucke des 18. Jahrhunderts auf nationalbibliographischem Niveau erschlossen und digitalisiert.

Im Mittelpunkt standen ausgewählte Werke aus der Bibliothek des Nürnberger Stadtarztes Christoph Jakob Trew, einer der bedeutendsten naturkundlichen Privatsammlungen des 18. Jahrhunderts.
Förderung durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft
Im Rahmen des Programms „Kulturelle Überlieferung – Aktionslinie Digitalisierung der in nationalen Verzeichnissen nachgewiesenen Drucke – VD 16 / VD 17“ digitalisierte die Universitätsbibliothek Erlangen-Nürnberg 5.700 in ihrem Bestand befindliche Drucke aus dem 17. Jahrhundert.

70 Prozent der Titel wurden im Zuge des Projektes erstmalig im VD 17 nachgewiesen.
Förderung durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft
In den Graphischen Sammlungen der FAU stammen mehr als 1.000 Holzschnitte und an die 4.000 Kupferstiche und Radierungen aus markgräflichem Besitz. Im Rahmen von bavarikon wurden die Druckgraphiken und Stadtpläne digitalisiert.
Laufzeit: 2020-2021
Förderung durch das Bayerische Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst
Im Rahmen von bavarikon wurde die Briefsammlung Trew digitalisiert. Sie enthält über 19.000 Briefe und Briefentwürfe von 2.200 Gelehrten des 16. bis 18. Jahrhunderts.
Laufzeit: 2017-2019
Förderung durch das Bayerische Staatsministerium für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst