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Notfallversorgung bei Zeitschriften des Verlags Elsevier ab 1.1.2017

 

Die Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) hat der Verhandlungsgruppe DEAL der Hochschulrektorenkonferenz (HRK) das Mandat für Verhandlungen über einen bundesweiten Lizenzvertrag mit dem Verlag Elsevier erteilt. Trotz der bereits bestehenden 40-prozentigen Umsatzrendite setzt der Verlag jedoch auf gigantische Preissteigerungen jenseits der bislang bezahlten Lizenzsummen. Zudem verweigert sich der Verlag kategorisch transparenteren Geschäftsmodellen, die auf der Publikationsleistung basieren und Publikationen offener zugänglich machen würden. Die Verhandlungen mit dem Verlag wurden daher bis auf Weiteres unterbrochen.

Die Allianz der Wissenschaftsorganisationen hat Elsevier aufgefordert, für alle Einrichtungen den Zugang zu den örtlich lizenzierten Zeitschriften im derzeit bestehenden Umfang aufrechtzuerhalten, wie es bei sich länger hinziehenden Lizenzverhandlungen üblich ist (“grace period”) – zuletzt anlässlich der Lizenzverhandlungen des Bayern-Konsortiums im Jahr 2012. Elsevier lehnte der FAU gegenüber eine „grace period“ jedoch ab.

Es kann daher nicht ausgeschlossen werden, dass Elsevier den Zugang zum neuen Jahrgang der an der FAU lizenzierten Zeitschriften sowie zu denjenigen Zeitschriften unterbindet, die bisher über die sogenannte Unique Title List (UTL) zugänglich sind. In diesem Fall stehen diese Inhalte ab dem 1.1.2017 voraussichtlich nur im Rahmen einer Notfallversorgung zur Verfügung.

Kostenfreie Fernleihe aus Zeitschriften des Verlags Elsevier

Die Universitätsbibliothek (UB) erhebt für alle Fernleihaufträge auf Aufsätze in Zeitschriften des Verlags Elsevier für die Dauer der Vertragsverhandlungen keine Gebühren. Die Kosten für die Bestellungen trägt die Universitätsbibliothek. Für die Fernleihe benötigen Sie die UB-ID Ihrer FAUcard beziehungsweise Ihren Bibliotheksausweis. Sie erhalten die Papierausdrucke in der Regel am nächsten Werktag. Bei Fragen zur Fernleihe wenden Sie sich bitte an die Fernleihstellen in der Hauptbibliothek und den Zweigbibliotheken oder an die Online-Auskunft.

Kostenpflichtige Direktlieferdienste

Die kostenpflichtigen Direktlieferdienste subito, TIB-Dokumentlieferung und FIZ AutoDoc bieten Expressfunktionen an. Für die Direktlieferdienste ist eine persönliche Registrierung erforderlich. Die Kosten für diese Bestellungen werden von der UB nicht übernommen.

Ist das Weiterleiten und Teilen von lizenzierten Artikeln erlaubt?

An Einrichtungen wie zum Beispiel den Max-Planck-Instituten oder den baden-württembergischen Hochschulen bestehen laufende Verträge. Eine Standardklausel in den Lizenzverträgen erlaubt es den Mitgliedern dieser Einrichtungen, einzelne Artikel an Kolleginnen und Kollegen für die wissenschaftliche Nutzung zu übermitteln. Ein Tool zur Ermittlung, auf welchen Plattformen die Artikel geteilt werden können, betreiben die Verlage unter How Can I Share It.

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