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Bayern fördert Digitalisierung Briefsammlung Trew

Das Bayerische Staatsministerium für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst, fördert die Digitalisierung der Briefsammlung des Nürnberger Arztes und Naturwissenschaftlers Christoph Jacob Trew mit 110.000 Euro.

Die gesamte Briefsammlung Trew soll bis Ende Januar 2019 der Wissenschaft und der interessierten Öffentlichkeit Open Access im Kulturportal bavarikon sowie auf der Webseite der Universitätsbibliothek (UB) zur Verfügung gestellt werden. Die einzelnen Briefe sind im Katalog der UB nachgewiesen.

Die Universitätsbibliothek der FAU erschließt und digitalisiert mit hochauflösenden Spezialscannern die Briefsammlung des Nürnberger Arztes und Wissenschaftlers Christoph Jakob Trew (1695–1769), eine der weltweit größten bekannten Briefsammlungen mit medizinischem und naturwissenschaftlichem Schwerpunkt. Sie enthält etwa 19.000 Briefe und Entwürfe von 2.200 Autoren des 16. bis 18. Jahrhunderts. So vielfältig wie die Adressaten und Absender sind die wissenschaftshistorischen Einblicke in die Welt der frühen Neuzeit, die die Sammlung gewährt: Die zeitgenössischen Ideenwelten der Chirurgie und Anatomie, der Zoologie und Botanik werden ebenso plastisch wie der konkrete Alltag medizinischer Praxis und naturkundlicher Forschung. Trew hinterließ die komplette Briefsammlung im Jahr 1769 der Universität Altdorf als Erbe. Nach deren Auflösung 1809 kam sie zusammen mit den 34.000 Bänden seiner Gelehrtenbibliothek nach Erlangen, wo sie in die Bestände der Universitätsbibliothek aufgenommen wurde.

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