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Zugang zu E-Journals des Elsevier-Verlags

Die Friedrich-Alexander-Universität (FAU) hat der Verhandlungsgruppe DEAL der Hochschulrektorenkonferenz das Mandat für Verhandlungen über einen bundesweiten Lizenzvertrag mit dem Verlag Elsevier erteilt. Trotz der bereits bestehenden 40-prozentigen Umsatzrendite setzt der Verlag jedoch auf gigantische Preissteigerungen jenseits der bislang bezahlten Lizenzsummen. Zudem verweigert sich der Verlag kategorisch transparenteren Geschäftsmodellen, die auf der Publikationsleistung basieren und Publikationen im Open Access zugänglich machen. Die Verhandlungen mit dem Verlag wurden daher bis auf Weiteres unterbrochen.
Es kann daher nicht ausgeschlossen werden, dass Elsevier den Zugang zum neuen Jahrgang der an der FAU lizenzierten Zeitschriften sowie zu denjenigen Zeitschriften unterbindet, die bisher über die sogenannte UTL (unique title list) zugänglich sind. In diesem Fall stehen diese Inhalte ab dem 1.1.2017 voraussichtlich nur im Rahmen einer Notfallversorgung zur Verfügung.
Die Universitätsbibliothek erhebt mit sofortiger Wirkung für alle Fernleihaufträge auf Aufsätze in Zeitschriften des Verlags Elsevier für die Dauer der Vertragsverhandlungen keine Gebühren mehr. Fernleihaufträge sind möglich für alle Inhalte, die nicht an der FAU vorhanden sind. Die Kosten für die Bestellungen trägt die Universitätsbibliothek. Weitere Informationen zur Notfallversorgung finden Sie auf dieser Webseite der Universitätsbibliothek.
Bei Fragen und Zugangsproblemen bei Elsevier-Zeitschriften wenden Sie sich bitte an die Online-Auskunft der Universitätsbibliothek.

Kommentare

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2 Kommentare zu "Zugang zu E-Journals des Elsevier-Verlags":

  • Sebastian Sauer schrieb am

    Den horrenden Gebühren von den Wissenschaftsverlagen sollten wir als Steuerzahler, Wissenschaftler und Studierende Einhalt gebieten. Überteuerte Abo-Gebühren sollten wir ablehnen.

    • Gisela Glaeser schrieb am

      Sehr geehrter Herr Sauer,
      die Universitätsbibliothek Erlangen-Nürnberg ist sich mit Ihnen in dem Ziel einig, das aktuelle Modell der zum Teil teuren subskriptionsbasierten Zeitschriftenlizenzierung grundlegend zu ändern. Angestrebt wird ein Modell, welches auf der Basis des Publikationsaufkommens der an deutschen Universitäten und Forschungseinrichtungen tätigen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sowohl ein transparentes und kostengünstigeres Preismodell anstrebt und darüber hinaus diese Forschungsergebnisse für Alle in Open Access zugänglich machen soll. .Aus diesem Grund beteiligt sich die Bibliothek an der Verhandlungsinitiative DEAL der Hochschulrektorenkonferenz und einer ganzen Reihe großer Universitäts- und Forschungsbibliotheken, welche diese Ziele in den laufenden Verhandlungen mit dem Verlag Elsevier erreichen will.
      Dr. Rainer Plappert
      Leiter Abteilung I, Medienbearbeitung

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